E.T.A.-HOFFMANN-KREISLER-PREIS AN GERD HEINZ

Emeritierter Professor der Hochschule für Musik Freiburg erhält Preis der E.T.A.-Hoffmann- Stiftung. Preisverleihung am 29. Oktober 2008, 19:00 Uhr im Kammermusiksaal.

Prof. em. Gerd Heinz erhält den mit 7.000 Euro dotierten E.T.A.-Hoffmann-Kreisler-Preis der Freiburger E.T.A.-Hoffmann-Stiftung. Damit wird der langjährige ehemalige Leiter des Instituts für Musiktheater an der Hochschule für Musik Freiburg für seine "Verdienste um die künstlerische und pädagogische Initiierung und Durchführung von Gesamtkunstwerken" geehrt, wie es in der Begründung des Stiftungsrates heißt. Diese Würdigung reflektiere auch die hohe Wertschätzung, die Heinz durch seine Inszenierungen in der Freiburger Hochschule für Musik und beim Freiburger Publikum genieße und stelle seine Arbeit in den Zusammenhang eines fortzuschreibenden europäischen Erbes. Der Preis wird am 29. Oktober 2008, 19 Uhr im Kammermusiksaal der Freiburger Hochschule für Musik überreicht.

Mit der Inszenierung der Zauberflöte im Juni 2008 hatte Gerd Heinz seine elfjährige Tätigkeit an der Hochschule für Musik Freiburg beendet. Neben dem szenischen Unterricht, den Vorlesungen und den Seminaren erarbeitete er mit den Studierenden über zwanzig Inszenierungen, die weit über die Hochschulöffentlichkeit hinaus Beachtung fanden. Außer den großen Opern galt seine besondere Aufmerksamkeit auch der szenischen Liedgestaltung, der er sich in vielen "Liederopern" widmete.

Foto: Maurice Korbel

GERD HEINZ

Der 1940 geborene Gerd Heinz studierte Germanistik und Philosophie in Köln und erhielt parallel dazu eine Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur. An vielen Theatern zunächst in Doppelfunktion, war er ab 1970 hauptsächlich als Regisseur tätig. Wichtige Stationen waren das Hamburger Schauspielhaus, das Hamburger Thalia Theater, das Schauspielhaus Bochum, das Staatstheater Darmstadt (Schauspieldirektor), das Wiener Burgtheater, das Wiener Volkstheater. Gelegentlich arbeitete er auch für das Musiktheater und als Schauspieler im Film.

Von 1968 bis 1978 war er Dozent an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater, wo er zeitweise die Opernklasse leitete. Ab 1978 arbeitete er als Hausregisseur am Züricher Schauspielhaus, von 1982 bis 1989 war er Intendant dieser Bühne. Seit 1989 wandte er sich mit Arbeiten in Zürich, Düsseldorf, Hannover, Bern, Madrid und Dresden noch stärker der Oper zu, unternahm aber auch noch viele Inszenierungen am Münchner Residenztheater.

Das Freiburger Publikum schätzte ihn von 1993 bis 1997 als Leitenden Regisseur des Musiktheaters und Mitglied der Operndirektion an den Städtischen Bühnen Freiburg. 1997 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik Freiburg berufen, zunächst als Szenischer Leiter der Opernschule, dann als Leiter des Instituts für Musiktheater. Gastprofessuren führten ihn nach Bern und Hamburg.

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